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oikos@social business

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Anfang November 2012 ist unser Projekt “oikos@business”  erfolgreich in die erste Runde gestartet und zwar in Hamburg.

In der Hochburg des social business haben uns gleich drei großartige Gastgeber empfangen:

Wir hatten drei spannende und ereignisreiche Tage! Überzeugt Euch selbst 🙂

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Das erste social business, das oikos besucht hat war  das “enorm Magazin” –ein deutsches unabhängiges Wirtschaftsmagazin- welches den Fokus auf Themen wie soziale Unternehmensführung, Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltigkeit legt. In einer offenen Diskussion mit dem stellvertretenden Chefredakteur Marc Winkelmann wurden kritische Fragen beantwortet wie beispielsweise die anfänglichen Schwierigkeiten des Unternehmens auf dem Markt, die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf, sowie die Rolle einiger Unternehmen, die sich selbst als nachhaltig bezeichnen.

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Das zweite Unternehmen, welches oikos einen Besuch abstattete ,war LemonAid –ein Getränkehersteller von Fair Trade Softdrinks. Mit den Einnahmen aus den Bioprodukten unterstützt LemonAid nachhaltige Hilfsprojekte im Bereich Landwirtschaft und Gesellschaft. Die überaus authentische Biographie des jungen deutschen Unternehmers und Mitbegründers Paul Bethke war sehr inspirierend. In einem offenen Dialog erzählte er über seine Motivation ein social business zu gründen, die Idee von LemonAid und ihre Unternehmensziele. Als Schüler verbrachte Paul  zunächst mehrere Jahre in Sri Lanka und erlebte das „wirkliche“ Leben und die Menschen dort. Obwohl er später an der Sorbonne in Paris studierte und bei der renommierten GiZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) landete, merkte er schnell,  dass er mit den Konzepten ihrer Entwicklungshilfe unzufrieden war und beschloss im Jahre 2009 sich dem Social Start Up Unternehmen LemonAid anzuschließen.

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Das einfache und inzwischen erfolgreiche Geschäftsmodell startete zunächst mit Experimenten in einer kleinen Versuchsküche in St. Pauli, Hamburg. Nachdem anfänglich viel Zeit und Mühe darin investiert wurde das passende Rezept zu finden wurde schließlich die klassische hausgemachte Limonade „mit dem kleinen Unterschied“ geboren. Der Anfang war allerdings nicht so einfach. Netzwerke aufbauen, richtige Kontakte knüpfen, Barbesitzer überzeugen das Fair Trade Produkt auszuprobieren und es den Gästen anzubieten, erforderte sehr viel Hartnäckigkeit, Überzeugung und Geduld. Dies hat sich ausgezahlt. LemonAid hat sich heute zu einem coolen Getränk mit Botschaft etabliert, das in hippen Bars in Hamburg und Berlin oder großen Veranstaltungen bundesweit angeboten wird.

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Das letzte Unternehmen –Viva Con Agua- ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für sauberes Trinkwasser weltweit einsetzt. Der Grundstein für die Gründung von Viva Con Agua lag in einem Trainingslager der Fußballmannschaft FC St. Pauli auf Kuba. Bewegt durch das Leben und die Gastfreundschaft der Einheimischen, beschlossen die Fußballspieler des FC St. Pauli dem Land „etwas zurückzugeben“ und gründeten somit die Vica Con Agua Charity. Der Unternehmensrepräsentant Paul, der zuvor für Bionade arbeitete, wechselte schließlich aus persönlicher Überzeugung und Identifizierung mit der Idee zu Viva Con Agua. Durch die Unterstützung berühmter Musiker, Schauspieler und Sportler gelang es Viva Con Agua ein starkes Marketing Konzept zu gestalten und vor allem das Bewusstsein für die nachhaltige Idee zu festigen. Heute werden die  Viva Con Agua Wasserflaschen auf Konzerten, Parties, Fashion Shows, Fußballspielen, Marathonläufen und Ausstellungen bundesweit angeboten.

Insgesamt waren die Firmenkontaktgespräche mit den drei Social Start Up Unternehmen in Hamburg sehr interessant und gewinnbringend. Die Mitglieder von oikos Paderborn haben durch die intensiven Einblicke und Eindrücke über das Leben sozialer Unternehmen viele neue Ideen für zukünftige Projekte gewonnen!

(Manuela Özdemir)

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