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oikos Witten/HerdeckeProjekteTauschen statt kaufen – in Stadt und Uni

Tauschen statt kaufen – in Stadt und Uni

Ein anderer Konsum ist möglich. Die meisten von uns besitzen mehr Kleidungsstücke als wir wirklich brauchen. Anstatt neue Dinge zu kaufen und alte Schätze wegzuwerfen, möchten wir Studenten und Wittener Bürger dazu einladen, ihre Kleidungsstücke zu tauschen und sich umsonst mitzunehmen, was ihnen gefällt. Ganz ohne Gegenleistung.
Dafür veranstalten wir jedes Semester in der Haupthalle der Universität eine große Kleidertauschparty, bei der jeder mitbringt, tauscht oder auch nur mitnimmt was Ihm gefällt. Außerdem betreuen wir durchgängig die oikos Kleidertauschstange im WIUS-Raum (Erste Etage in der Stadtgalerie in der Wittener Innenstadt), die jedem frei zugänglich ist, der seine nicht mehr benötigte Kleidung teilen oder nach neuen Schätzen suchen möchte.
Ein Konzept der Sharing Economy – vom Seminar in die Praxis. Die Berichterstattung der WAZ zur Kleiderstange findetst du hier.

„Ach, die paar Shirts…“ – Warum wir tauschen

Die Textilindustrie ist nach der Erdölindustrie die umweltschädigstende Industrie des Planeten. Immer schneller auf den Markt drängende Kollektionen, die in jeder der 52 Wochen im Jahr neue Trends setzen wollen, haben einen erheblichen Einfluss auf die Lebensumstände in den Produktionsländern. Inhumane Arbeitsbedingungen, massive Umweltverschmutzungen und ausbeuterische Arbeitsverträge sind akute Probleme, die es immer wieder prominent in die aktuelle Berichterstattung in Print, Radio und TV einfließen – zuletzt mit dem Fabrikeinsturz des Rana Plaza

bei dem 2013 mehr als tausend Menschen starben und mehr als doppelt so viele verletzt wurden.